Ethisch begründetes Leben ist immer ein gemeinsames Unterfangen. Es geht darum, wie wir zusammenleben, wie wir unsere Gesellschaft gestalten, auch wie wir im Sinne der Gerechtigkeit das Beste für ALLE anstreben.
Diese Pandemie fordert uns heraus, sie zeigt uns unsere Verwundbarkeit, die Bedeutung eines gemeinsamen Vorgehens gegen eine allgegenwärtige Krankheit. Sie hält uns als Gesellschaft einen Spiegel vor und zeigt die vielen Ungleichheiten und unterschiedlich ausgeprägten Betroffenheiten. Sie verlangt von uns das gemeinsame Wohl über Einzelinteressen zu stellen. Die moralische Reife unserer Gemeinschaften(en) wird einem „stress test“ unterzogen.
Wir haben erkennen müssen, dass wir mit Angstmache zum sozialen Verhalten gebracht werden (müssen), Eigenverantwortung reicht offenbar nicht. Und: Teile der Gemeinschaft sind von Verschwörungstheorien vergiftet. Wir haben aber auch gesehen, dass Vertrauen ein wichtiger Erfolgsfaktor ist.
Wie gehen wir moralisch integer und gemeinsam aus dieser Krise hervor? Halten wir inne, reflektieren wir, und betreiben evidenzbasierte Medizin, die aus drei Säulen besteht: Wissen, Erfahrung und Werten.
Moderation Herr Ferdinand Rudolf Waldenberger Herzchirurg; Krankenhausmanager; Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie und Organisationsethik, Sigmund Freud PrivatUniversität Wien
Programm Ethik und Moral in Zeiten der Pandemie. Wie kann es weitergehen? Herr Ferdinand Rudolf Waldenberger Herzchirurg; Krankenhausmanager; Lehrstuhl für Gesundheitsökonomie und Organisationsethik, Sigmund Freud PrivatUniversität Wien
Autonomie versus Solidarität. Ethische Herausforderungen in der Corona-Krisenbewältigung Frau Barbara Maier Vorständin der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe der Klinik Ottakring des Wiener Gesundheitsverbundes; Vorsitzende der Ethikkommission der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien; Mitglied des Obersten Sanitätsrates des Bundesministeriums für Gesundheit
Verhältnismäßigkeit – ein ethischer Balanceakt Herr Martin Sprenger Allgemeinmediziner; Master of Public Health; Leiter des Postgraduate-Lehrgangs Public Health, Medizinische Universität Graz; Ex-Mitglied der „Coronavirus-Taskforce“ des Gesundheitsministeriums
Dauer: 19:00-21:30 Uhr
Mit freundlicher Unterstützung von
Für die Veranstaltung werden 3 Fortbildungspunkte aus dem Fach Sonstige Fortbildung im
Rahmen der Diplomfortbildung der ÖÄK anerkannt.
Hinweis: Fach-Fortbildung, die für die Berufsausübung sinnvoll ist, kann
angerechnet werden, auch wenn sie aus fachfremden Themenbereichen ist.