1883 in der Bukowina geboren kam Berliner zum Studium der Medizin nach Wien. Danach war er zunächst an der Univ.klinik für Kinderheilkunde tätig und als Sekundararzt am Wilhelminenspital. 1912 wurde er Chefarzt am Parksanatorium Purkersdorf und übernahm auch die Geschäftsführung desselben. Ab 1936 war er Chefarzt und Geschäftsführer des Sanatoriums Hütteldorf-Hacking, das arisiert wurde. Berliner wurde verhaftet. Die Enthaftung gelang durch den Einsatz eines hohen Polizeioffiziers, der sein Patient gewesen war. Mit Hilfe des Königs von Jugoslawien konnte er mit Frau und Sohn nach Jugoslawien ausreisen. Nach einigen Monaten Weiterreise nach Südfrankreich und schliesslich nach England, wo Berliner wieder als Arzt tätig war. nach Kriegsausbruch internierten in die Briten in Bombay/Indien. 1941 konnte er von dort in die USA ausreisen. Seine zweite Frau Lilian, die das KZ Auschwitz überlebt hatte, veröffentlichte 2009 die Familiengeschichte in Buchform: "And The Month Was May. A Memoir".
Text: Hermann Zeitlhofer
Für Berliner übermittelt Fischer keine Vorträge in der Gesellschaft der Ärzte in Wien.
Walter Mentzel, Berliner, Max – Chefarzt im Sanatorium Purkersdorf, Hietzing und Perchtoldsdorf, NS-Verfolgter, in: Van Swieten Blog 2023-
https://ub.meduniwien.ac.at/blog/?p=42165.