Bitte aktivieren Sie JavaScript, damit Sie die Webseite einwandfrei benutzen können!

Folgende Links helfen Ihnen JavaScript für Ihren Browser zu aktivieren:
Verleihung des 5. Dora Brücke Teleky Awards im Billrothhaus, Gesellschaft der Ärzte

Verleihung des 5. Dora Brücke-Teleky Awards im Billrothhaus

Am 27. November 2023 wurden Jan Korbel, PhD (Institut für Wissenschaft Komplexer Systeme, MedUni Wien), Dr. Máté Kiss, MSc (Cell Communication in Health and Disease (CCHD), MedUni Wien) und Mag. Dr. Barbara Katharina Geist (Univ.-Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, MedUni Wien) mit dem Dora Brücke-Teleky Award für die besten Publikationen aus dem Vorjahr an der Medizinischen Universität Wien ausgezeichnet.

Wien – Die Gesellschaft der Ärzte in Wien und der Alumni Club der MedUni Wien haben Ende 2021 als gemeinsame Initiative den Dora Brücke-Teleky Award ins Leben gerufen. Damit werden jedes Semester junge Wissenschaftler*innen und ihre Leistungen gewürdigt. Am 27. November 2023 fand im Billrothhaus der Gesellschaft der Ärzte in Wien die fünfte Verleihung der „Dora“ statt.

Die Begrüßung erfolgte durch Univ.-Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer (Präsidentin der Gesellschaft der Ärzte in Wien). Durch den Abend führte Univ.-Prof. Dr. Harald Sitte (Präsident des Alumni Clubs der MedUni Wien) als Moderator. Aus 16 hervorragenden Einreichungen hatte eine unabhängige Jury drei Gewinner*innen gewählt, die im Billrothhaus ihre Arbeiten präsentierten und ihre Auszeichnung entgegen nahmen. Die „Dora“ ist mit € 2.400,- dotiert und wird von der Gesellschaft der Ärzte in Wien und dem Alumni Club gestiftet.

Der Preis für herausragende Postdoc Papers von Wissenschaftler*innen aller Disziplinen der Medizinischen Universität Wien ist nach Dora Brücke-Teleky, einer der ersten Frauen, die in Wien Medizin studierten, benannt. Sie promovierte 1904 an der Medizinischen Fakultät der Universität Wien und spezialisierte sich in der Folge auf Gynäkologie und Urologie. Im Jahr 1911 wurde sie als erste Frau in die Gesellschaft der Ärzte in Wien aufgenommen. 1938 musste sie aufgrund ihrer jüdischen Herkunft in die USA emigrieren und praktizierte dort bis in die 1950er Jahre.

Wir gratulieren den Gewinner*innen sehr herzlich zu ihren hervorragenden Leistungen!

Die Preisträger*innen im Überblick:


1. Preis:

Jan Korbel, PhD   Homophily-Based Social Group Formation in a Spin Glass Self-Assembly Framework

Jan Korbel, PhD
Institut für Wissenschaft Komplexer Systeme, MedUni Wien


Zusammenfassung der Arbeit

The paper developed a physics-based model predicting human group sizes. By combining the theory of spin-glasses and self-assembly, the study links homophily and stress to group dynamics. The model successfully forecasted group sizes in a multiplayer online game, Pardus, without the exact knowledge of the underlying social network. Drawing parallels to physics phenomena, the paper aims to offer quantitative insights into human group organization, applicable in sociology and related fields.

 

 2. Preis

Dr. Máté Kiss, MSc   Cell-autonomous regulation of complement C3 by factor H limits macrophage efferocytosis and exacerbates atherosclerosis

Dr. Máté Kiss, MSc
Cell Communication in Health and Disease (CCHD), MedUni Wien


Zusammenfassung der Arbeit

Misregulation of complement is associated with chronic inflammatory disease. This work identifies a subtype of complement-producing macrophages in mouse and human atherosclerotic plaques. Further, it reports the impact of local complement regulation on atherosclerosis, finding that monocyte-derived complement factor H limits cell-autonomous complement C3 activation. This restricts monocyte-derived macrophages’ pro-resolving functions and promotes plaque necrosis in a murine model of atherosclerosis.

 

3. Preis:

Mag. Dr. Barbara Katharina Geist   Excretion of glucose analogue with SGLT2 affinity predicts response effectiveness to sodium glucose transporter 2 inhibitors in patients with type 2 diabetes mellitus

Mag. Dr. Barbara Katharina Geist
Univ.-Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, MedUni Wien


Zusammenfassung der Arbeit

Diabetes Typ 2 ist eine ernsthafte Erkrankung, verursacht von einem zu hohen Blutzuckerspiegel, von der immer mehr Menschen weltweit betroffen sind; allein in Österreich sterben daran jährlich über 3000 Menschen. Ein grundlegendes Ziel von medikamentösen Therapien ist daher eine erfolgreiche, langfristige Senkung des Blutzuckerspiegels. Im gesunden Fall ist die Niere unter anderem dafür verantwortlich, dass der im Blut befindliche Zucker vollständig dem Körper rückgeführt wird. Das Ziel unserer Studie war nun die Untersuchung einer neuen Art antidiabetischer Medikamente, sogenannter SGLT2-Inhibitoren. Diese können den Blutzuckerspiegel dadurch senken, indem sie die Rückführung des Zuckers in der Niere unterbinden und so für die erhöhte Ausscheidung von Zucker über den Urin sorgen. Wir haben 20 Patienten mit Diabetes Typ 2 für diese Studie rekrutiert und an der klinischen Abteilung für Nuklearmedizin mit einem eigens entwickelten Radiopharmakon in einem Positron-Emission-Tomography (PET) Scanner untersucht, und zwar vor und nach der Behandlung mit einem SGLT2-Inhibitor. Überraschenderweise konnten wir feststellen, dass weder der Zuckergehalt in Blut, noch der im Urin Aussagen über den Erfolg der Therapie, also einer langfristigen Senkung des Blutzuckerspiegels, geben können. Der einzige Parameter, der ein langfristiges Ansprechen auf die Therapie voraussagen konnte, war die Fähigkeit der Niere, den Blutzucker vor Beginn der Behandlung zurückzuführen. Damit konnten wir zeigen, dass der Therapieerfolg ein direkter Effekter dieser Nierenfunktion und unabhängig von kurzfristigen Blutzuckerspiegelsenkungen ist.

 

 

 
V.l.n.r.: Univ.-Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer, Jan Korbel, PhD, Mag. Dr. Barbara Katharina Geist, Dr. Máté Kiss, MSc, Univ.-Prof. Dr. Harald Sitte




Weitere Impressionen der Preisverleihung:

Univ.-Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer und Univ.-Prof. Dr. Harald Sitte   Mag. Dr. Barbara Katharina Geist   Univ.-Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer, Mag. Dr. Barbara Katharina Geist, Univ.-Prof. Dr. Harald Sitte
         
Univ.-Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer, Dr. Máté Kiss, MSc, Univ.-Prof. Dr. Harald Sitte   Univ.-Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer, Jan Korbel, PhD, Univ.-Prof. Dr. Harald Sitte  
         
Univ.-Prof. Dr. Beatrix Volc-Platzer, Jan Korbel, PhD, Mag. Dr. Barbara Katharina Geist, Univ.-Prof. Dr. Harald Sitte, Dr. Máté Kiss, MSc    
         
   




Fotos: Stefan Burghart