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Gesellschaft der Ärzte in Wien, Billrothhaus, Gesellschaft der Ärzte


Guido Holzknecht - Leopold Arzt: Neuorganisation versus Bewahren
Mag. Dr. Daniela Angetter | Idee und Widerspruch - der medizinische Diskurs im Wien des 19. und angehenden 20. Jahrhunderts
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Dauer: 16:27
Vortrag

Weitere Informationen
Mit der Entdeckung der Röntgenstrahlen durch Wilhelm Conrad Röntgen im Jahre 1895 wurde auch in Wien das Interesse für diese alles durchdringenden Strahlen geweckt. Als einer der Pioniere der österreichischen Röntgenologie gilt Guido Holzknecht, der sich nach einem harten Kampf 1904 als Erster für das Fach Radiologie an der Universität Wien habilitieren konnte, und der die röntgenologischen Forschungen im Röntgenlaboratorium des Wiener Allgemeinen Krankenhauses, das 1913 zum Zentralröntgeninstitut ausgestaltet wurde, etablierte. Das Zentralröntgeninstitut entwickelte sich rasch zu einer weltweit bekannten und anerkannten Ausbildungsstätte für Röntgenologen. Holzknecht, der sich durch zahlreiche Publikationen einen internationalen Namen schuf, musste allerdings in Wien sein Leben lang um die Etablierung eines Universitätsinstituts für Radiologie kämpfen und scheiterte letztlich am Widerstand der starren Universitätspolitik und Neuerungen uneinsichtig gegenüberstehenden Fakultätsmitgliedern. Sein Konflikt, insbesondere auch mit dem Dekan der medizinischen Fakultät Leopold Arzt, mündete letztlich in einem Disziplinarverfahren, in dem Holzknecht vorgeworfen wurde, durch seine öffentlich geäußerten Kritiken das Ansehen der medizinischen Fakultät in Wien zu schädigen.

Die Realisierung seiner Ideen durfte Holzknecht nicht erleben. Erst 1947 erhob die Wiener Fakultät das Zentralröntgen zum Universitätsinstitut und Extraordinariat, 1955 zum Ordinariat.

Titel:Guido Holzknecht - Leopold Arzt: Neuorganisation versus Bewahren
Vortragender: Daniela Angetter (Institut für Neuzeit- und Zeitgeschichtsforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften)
Datum:22.10.2014
Dauer:16:27 min.
Ort:Wien
Fach: Geschichte der Medizin
Art: Fortbildungsveranstaltung
Thema:-
Veranstaltung: Idee und Widerspruch - der medizinische Diskurs im Wien des 19. und angehenden 20. Jahrhunderts
Moderation: Franz Kainberger (Univ.-Klinik für Radiodiagnostik, MUW, Wien)
Christiane Druml (Vizerektorin für Klinische Angelegenheiten, Vorsitzende der Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt, Josephinum, MedUni Wien)
Alfred Engel (Orthopädische Abt., Donauspital - SMZ Ost, Verein zur Förderung der Adolf-Lorenz-Ordination, Wien)